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Der Überfall auf den Postwagen bei Kölschhausen 1765 (1)

Am 13. November 1765 ereignete sich in der Hörre, einem Waldgebiet und Höhenrücken zwischen Herborn - Sinn und Bicken - Bellersdorf, ein Überfall, der damals Gesprächsgegenstand in allen Städten und Dörfern, besonders aber in allen Kneipen unseres Landes war. über das Geschehen liegen mir ausführliche Unterlagen, z.T. schon 1937 geschrieben, aber auch aus der jüngsten Vergangenheit, vor. Das Ereignis, aber vor allem die Tatsache, dass an diesem Vorfall Menschen aus unseren Dörfern beteiligt waren, und die gewaltigen Anstrengungen der Staatsmacht, die Täter zu finden und unnachsichtig zu bestrafen, erregte die Gemüter der damals noch nicht an Überinformationen leidenden Bevölkerung. Als dann die an dem Überfall beteiligten Räuber festgenommen, verurteilt und auch hingerichtet wurden, war dieses Geschehen tagelang, ja über Monate und Jahre hinweg Gegenstand der Berichterstattung in der damaligen Presse. Lesen Sie in den folgenden Artikeln, was sich damals abgespielt hat.

Hier kommt zunächst Ernst Henn zu Wort, der in einem Bericht im August 1965 in den "Heimatblätter" der "Dill-Zeitung" wie folgt schreibt:

Zweihundert .Jahre sind seit dem Überfall auf den Postwagen bei Kölschhausen vergangen. Das Ereignis erregte damals großes Aufsehen -weit mehr als die heutigen Banküberfälle, über die wir so oft in den Zeitungen lesen. Es wurde auch viel härter gesühnt und mag lange im Gedächtnis der Bevölkerung unseres Heimatraumes haften geblieben sein, da die Hinrichtung der Täter nach damaliger Gewohnheit öffentlich vorgenommen wurde.
Es war die Zeit nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763), als einige westdeutsche Kleinstaaten durch Räuberbanden beunruhigt wurden. Auf Anstiftung eines auswärtigen Juden, der sich vorrübergehend in Herborn aufhielt, hatten neun Männer aus dem Amt Herborn eine Bande gebildet und einen Raubüberfall auf den kurpfälzischen Postwagen, der zwischen Frankfurt und Siegen verkehrte und seinen Weg durch das Dilltal nahm, vorbereitet. Drei der Verschworenen waren zugewanderte Herborner, drei stammten aus Breitscheid, zwei aus Erdbach und ein Mann aus Burg. An dem Überfall in der Nacht vom 13. auf den 14. November 1765 nahmen der Anstifter und einer der Männer aus Breitscheid nicht teil. Die acht Täter mißhandelten und beraubten die Insassen des Postwagens - reiche Kaufleute - und brachten große Geldbeträge und erhebliche Mengen Schmuckstücke und Uhren an sich. Die Beute wurde nachher in Breitscheid geteilt, wo sich ein Einwohner, der sonst nicht zur Bande gehörte, zum Hehler und Unterhändler hatte verleiten lassen. Dabei kam es zu Übervorteilungen und zur Uneinigkeit, was der Behörde später die Aufklärung erleichtern half.

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Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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