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Der Überfall auf den Postwagen bei Kölschhausen 1765 (2)

Schon bald nach der Tat wurden die meisten Mitglieder der Bande, auch der Anstifter, verhaftet. Zwei der Beteiligten aus Breitscheid waren jedoch schon vorher geflohen; sie wurden nicht mehr eingefangen. Der dritte wurde in seinem Hause festgenommen. Einem der beiden Täter aus Erdbach gelang später noch nach der Verurteilung die Flucht aus dem Gefängnis. Die übrigen sechs Räuber wurden im Januar 1767 in Gegenwart einer großen Zuschauermenge in Dillenburg hingerichtet. Wie Anstifter und Hehler bestraft worden sind, ist nicht bekannt.
Der vorstehende Bericht ist die stark zusammengefasste Wiedergabe einer Veröffentlichung der "Herborner Geschichtsblätter", Ausgabe Mai - Juni 1907 bis Januar - Februar 1908, nach einer im Jahr 1767 erschienen Druckschrift. Laut Mitteilung des Hauptstaatsarchivs Wiesbaden sind die Akten über den Postraub und das Gerichtsverfahren heute nicht mehr vorhanden. Sie wurden zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, nachdem die Schuld gesühnt bzw. für die Geflohenen verjährt war, vernichtet.
Über das Schicksal der beiden "entwichenen" Breitscheider, von denen der eine zwar Mitglied der Bande, aber an dem Überfall nicht beteiligt war, hören wir nichts mehr. Vermutlich sind sie in ausländischen Kriegsdienst getreten oder nach Amerika entkommen. Ihre hinterlassenen Frauen heirateten 1775 bzw. 1776 wieder; eine von ihnen wird im Kirchenbuch als "nun geschieden" bezeichnet.
Dem Kirchenbuch entnehmen wir auch, dass das Ansehen der Familie, deren Angehöriger nur Mitläufer in der Räuberbande gewesen war, nicht gelitten hatte. Der Vater behielt seine Ehrenämter in Gemeinde und Kirche; andere Familienmitglieder hatten später ebenfalls Ehrenämter und Stellungen, die einen guten Ruf vorraussetzten. Weder die Regierung in Dillenburg noch die Einwohner in Breitscheid ließen der Familie entgelten, das einer der ihren gestrauchelt war. Sippenhaftung und Rufmord gab es anscheinend damals nicht - und insoweit war es doch die "gute alte Zeit".- Die beiden anderen Familien in Breitscheid sind schon vor langer Zeit im Mannesstamm ausgestorben.
So schilderte Ernst Henn das Geschehen.

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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