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Viehhaltung in Breitscheid im Jahre 1865

Zu den ältesten behördlichen Einrichtungen mit dem Zweck der steuerlichen Erfassung und der wirtschaftlichen Übersicht gehören - neben den Volkszählungen - auch die Viehzählungen, durchgeführt von den unteren Verwaltungsbehörden. Entsprechende Erfassungslisten befinden sich noch in Archiv- und Gemeindeakten; sie geben Auskunft über wechselnden Wohlstand und Armut der Bevölkerung in den einzelnen Jahrhunderten.

Ende 1865, kurz vor dem Übergang des Herzogtums Nassau in das Königreich Preußen, führte das Amt Herborn eine Viehzählung in den Amtsorten durch. Der Vordruck für die Zählung trägt den Titel "Tabelle über den Viehstand und die übrigen vorzüglichsten Produkte des Tierreichs in dem Herzoglichen Amte Herborn". Für Breitscheid sind folgende Zahlen genannt (z.T. zusammengefaßt):

  • - Pferde und Fohlen 12
  • - Zucht-, Mast- und Fahrochsen 22
  • - Jungstiere von l bis 2 Jahren 20
  • - Zug- und Stallkühe 255
  • - Jungvieh und Kälber 98
  • - Schafe und Lämmer 247
  • - Schweine 39
  • - Ziegen 17

***

In der Volkszählung des Jahres 1863 hatte Breitscheid 108 Häuser, 163 Familien und 637 Einwohner. Es gab damals bereits viele Klein- und Kleinstbauern, darunter Häfner und andere Handwerker, Ton- und Braunkohlenbergleute, Steinbrecher und Fuhrleute. Deshalb ist der Viehbestand auffallend klein, obwohl die großen Weide- und Waldflächen der Gemarkung für die Viehhaltung günstig waren.

Im Durchschnitt entfallen von den 659 verschiedenen Nutztieren bei 163 Familien nur vier auf jeden Haushalt. Bei den Schweinen ist der Anteil noch viel geringer; rechnerisch hatte nur jede vierte Familie ein Schwein im Stall. Man könnte an der Richtigkeit der Zählung zweifeln, wenn es sich nicht um eine amtliche Liste handeln würde, die zum Beispiel für den kleineren Ort Driedorf 130 Schweine ausweist.

Die Übersicht zeigt, dass sich die Breitscheider Einwohner vor 130 Jahren ohne ihre Einkommen aus gewerblicher Tätigkeit nicht hätten ernähren können, wie das auch zu keiner späteren Zeit möglich gewesen ist.

Aus der Manuskript-Sammlung des Ernst Henn nacherzählt von Manfred Thielmann, Breitscheid-Erdbach.

 

 

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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