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Breitscheider Bauernsöhne als auswärtige Hofverwalter oder Hofpächter im 18. und 19. Jahrhundert

Nach 1700, als die durch Kriege und Seuchen des vergangenen Jahrhunderts entstandenen großen Menschenverluste wieder ausgeglichen waren, machte sich in Breitscheid (wie auch in anderen Orten unserer Heimat) ein Bevölkerungsüberschuss bemerkbar, der in den beschränkten Verhältnissen der Landwirtschaft und des dörflichen Handwerks nicht aufgefangen werden konnte. So kam es bald zu Auswanderungen, nach Amerika und in den deutschen Osten, und zu Abgängen junger Männer in ausländischen Militärdienst, meist in den Niederlanden.

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts nutzten nachgeborene Bauernsöhne auch die Möglichkeit, den landwirtschaftlichen Beruf außerhalb der engeren Heimat auszuüben, ohne das Vaterland ganz zu verlassen. Wenn nach der familiären Erbteilung der Grund und Boden nicht ausreichte, um jedem Sohn eine Hofstelle zu errichten, dann bot sich die Gelegenheit, auf auswärtigen (meist herrschaftlichen) Hofgütern als Verwalter oder Pächter tätig zu werden. Darüber geben Archivakten und Kirchenbücher Auskunft.

Aus Breitscheid sind elf Familien bekannt, die auf diese Weise ihr Heimatdorf verlassen haben, zum Teil aber später wieder zurückgekehrt sind. Bevorzugt wurden Güter in nicht zu weiter Entfernung von zuhause, Als solche wurden genannt:

  1. Der Hof Feldbach bei Dillenburg
  2. Der Hof Neuhaus bei Uckersdorf
  3. Der Hof Grenzelberg bei Neuwied
  4. Der Herrschaftliche Hof zu Schönbach
  5. Der Herrschaftliche Hof zu Heisterberg
  6. Der Braunsberger Hof bei Neuwied
  7. Der Friedrichstaler Hof bei Altwied
Die Unterlagen berichten:
1754 heiratet Jost Henrich Georg aus Breitscheid, Hofpächter zu Feldbach, die Katharina Luise Nix aus Niederscheid. Der Ehemann starb 1775 in Feldbach.
1772 heiratet Johannes Petry aus Breitscheid, "Hochgräflich Wiedischer Hofverwalter in Friedrichstal", die Anna Christina Kolb, Tochter des Heimbergers Johann Kolb aus Breitscheid.
1776 wurde Johann Gottfried Nix, Sohn des Johann Heinrich Nix aus Breitscheid, auf dem Friedrichstaler Hof bei Altwied geboren.

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Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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