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Eröffnung der Eisenbahn – Teilstrecke Haiger-Rabenscheid am 14. Dezember 1926 *)

Der Präsident der Reichsbahndirektion brachte in seiner Rede zum Ausdruck "dass leider die Bauarbeiten eingestellt werden müssten, dass wir aber einmal den Tag erleben würden, dass die Bahn weitergeführt würde." ( Dieser Tag kam erst im dritten Reich).

Im Rahmen der Arbeitsbeschaffung wurde endlich die Weiterführung der Bahn nach Breitscheid im Jahr 1936 in Angriff genommen. Am 5. März erfolgte der erste Spatenstich und schon im folgenden Monat wurde mit dem Bau des Tunnels begonnen. Ein Spruchband am Eingang desselben trug die Aufschrift: „ Dass wir hier bauen, verdanken wir dem Führer.“ So ist es auch!

Man hoffte die Strecke bis Breitscheid im August 1938 eröffnen zu können. Als ich diesen Herbst (1937) nach langer Zeit wieder einmal mit zum Grummet holen hinausfuhr auf unsere Wiese in der Landstruth, (hat 1940 Willi Pfaff als Bauplatz gekauft) waren gerade die Erdarbeiter an unserer Wiese an der Arbeit. Verschiedene Loren standen auf den Geleisen; nahe beieinander standen die Arbeiter, lautlos ihr Tagewerk verrichtend. Die Sonne brannte ihnen auf den nackten Rücken. Unter den Augen des Aufsehers sah ich nicht, dass einer sich einmal zum Ausruhen streckte.

*) Theodor Zöllner, Rabenscheid, hat der feierlichen Eröffnung der Bahn beigewohnt. Seinem Berichte darüber entnehme ich folgendes:

„Um 12 Uhr, Mittag, kam der Zug, dichtgedrängt voll Menschen, unter lautem Jubel auf dem Bahnhof (Rabenscheid) an. Eine Musikkapelle im ersten Wagen begleitete den Zug, der schön bekränzt neben uns stand. Unter den Passagieren waren viele hochgestellte Herren im Frack und Zylinder erschienen. Von den vielen Ansprachen hat der Bürgermeister von Rabenscheid die erste gehalten. Es sind viele Wünsche laut geworden, insbesondere der, dass die Bahn nun auch weitergeführt würde. Nun ging es mit vollbesetztem Zug der Stadt Haiger zu. Es war ein buntes Durcheinander von Fahrgästen, von Männern, Frauen und Kindern, Leute aus allen Ständen. Fröhlich, unter allerlei Scherzen und Späßen, verlief die Fahrt. Nach der Ankunft im Bahnhof, formierte sich ein Zug, und unter Vorantritt der Musikkapelle gings zum Hotel Nassau, wo Einkehr gehalten wurde. Im dicht gefülltem Saal harrte man nun des Festessens. Ich selbst habe so etwas noch nicht mitgemacht. Bei fortwährender Tafelmusik wurde an vollbesetzter Tafel gut Zuspruch getan. In den verschiedenen Trinksprüchen wurden gute Wünsche zum Ausdruck gebracht. Den Getränken wurde gut zugesprochen, und so wurde die Stimmung immer vergnügter. Um 4 Uhr 30 wurde dann der Zug nach Bahnhof Rabenscheid in Bewegung gesetzt. (Leicht geänderte Fassung. K.) Seite 239

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