blog  Kontakt  Hilfe  Impressum  Download
www.ge-li.de/blog/
 
www.alt-breitscheid.de/blog/  

Wald

Forst
Förster
Forsthaus
Pflanzen
Waldwirtschaftskarte
Forstwirtschaftskarte
Waldsteuer-1850
Hitlereiche
Brennholz
Holzfahrten-1730
Saegewerk
Park

Jagd
Jagdpause
Treibjagd
mit Hund
mit Auto
Jagdfreund


Gruppen
Arbeiter 1911
Arbeiter 1911
Arbeiter 1911
Arbeiter 1933

Streit um Land
Streitereien-Aspenstruth
Streitereien-langenaubach
Streitereien-Rabenscheid
Streitereien-Gusternhain


Das ganze Dorf beim Baum pflanzen

Festzug und Einweihung unserer Hitler-Eiche.

Die Zugteilnehmer sammelten sich am Gusternhainer Weg. Von Schumanns Fenster konnte ich den Aufmarsch beobachten. In buntem Wechsel sehe ich die verschiedenen Gruppen zum Sammelplatz ziehen. Am reizendsten sind die kleinen Mädchen, mit ihren Kränzlein ums Haar, ein etwa 5-jähriges beißt gerade in ein dickes Stück Rimmelplatz. Hennings Robert fährt Thielmanns Rudolf in seinem Auto vorbei zum Sammelplatz. Endlich ferne Musik - der Zug kommt. Vorerst die Vereinigungen, welche Fahnen tragen. An der Spitze des Zuges die SA mit ihrem Gruppenführer. Dann die Arbeiter und Angestellten der Fabrik, voran der alte Dr. Schick im Auto, nun der Kriegerverein mit seinen Altveteranen im Auto, Posanenchor, Schulkinder, Männerchor Germania, Männerchor der Kirchengemeinde mit Pfarrer Bars, Turnverein, Sportverein, Sanitäter, dann kleine Kinder und noch "viel Volks", das ganze Dorf war eben auf den Beinen, von den ältesten Leuten bis zu den Kleinsten herab. Aßmannshannese Berta, 84 Jahre alt, ging noch mit bis oben hin. Dapperts Ernst (.. Jahre) an der Hand seiner Mutter, und noch manchen Pausbackigen seines Alters sehe ich mitschreiten, unvergeßlich werden ihnen diese Eindrücke sein. Einen solchen Zug hat Breitscheid wirklich noch nicht gesehen; wie ich höre, soll er den ganzen Hüttenweg bis zur Hitler-Eiche ausgefüllt haben. Was stellt unser Dorf doch dar, wenn sich seine Bewohner in der tragenden Kraft eines großen Gedankens einmal verbunden fühlen und einig sind! Leider war es dem Chronisten nicht vergönnt, an der Feier bei der Eiche teilzunehmen, aber im Geiste war er doch mit dabei.

Es war ein glücklicher Gedanke (angeregt durch den SA-Mann Otto Bechtum, dem Bruder unseres Bürgermeisters), unser heutiges großes Erleben, verknüpft mit der einzig dastehenden Kampfnatur Hitlers, durch das Pflanzen einer Eiche im Gedächtnis der Nachwelt lebendig zu erhalten. Die Eiche ist so recht ein Sinnbild des Deutschen Volkes. Sie bedarf eines guten, festen Bodens und eines freien Platzes an der Sonne. In lockerem Boden fällt sie und kann nicht bestehen. So auch das deutsche Volk: es muß wurzeln in gediegenem festen Grund, den ihm das eigne Volkstum und die Verbundenheit mit dem Ewigen und Unendlichen bietet. Da liegen die Werte, die ihm die Kraft zum Dasein geben. Wir haben es nach dem Kriege erlebt, eine Freiheit, die zur Lockerung dieses Bodens führt, stellt das Bestehen unseres Volkes in Frage und führt abwärts. Und den Platz an der Sonne? Die Eiche hat ihn nicht unbestritten. Stürme kommen und wollen sie entwurzeln und wegfegen. Aber sie hält fest an ihrem Boden, und je mehr die Stürme toben, desto tiefer schlägt sie ihre Wurzeln. Gerade weil sie ein Baum von außergewöhnlicher Größe und Kraft werden will, gründet sie sich tief. Der Kampf ist notwendig für sie: in den Stürmen erstarkt sie, indem ihre Kraft geübt wird. So ist es auch mit dem deutschen Volke. den Platz an der Sonne, seine Weltgeltung will man ihm streitig machen, sturmumtost ist seine Lage in der Mitte Europas. Es wird geschüttelt und gerüttelt wie der Eichbaum. Aber es besteht die Kämpfe und seine Kraft erstarkt daran, wenn es nur sich selbst treu bleibt: an den reichen Wesensschätzen seines Volkstums festhält und in sittlich-religiösem Lebensgrunde verankert bleibt. Adolf Hitler hat unsererm Volke diese Ziele wieder gesteckt und will es ihnen entgegenführen. - Nun einiges von der Feier bei der Eiche, soweit ich selbst darüber unterrichtet bin. Posaunenchor: "Auf ihr Brüder"! Nach einem Liede des kirchl. Männerchors sang der Verein Germania das Lied: "Auf die Höhen möcht ich steigen" mit dem Kehrreim "Wie schön bist du mein Vaterland!"

Emil Hisge von der NSDAP hielt nun eine einleitende Ansprache.

Die Weiherede unseres Pfarrers enthielt folgende Leitgedanken: (über Ps. 46, 2) "Gott ist unsere Zuversicht u. Stärke, eine Hülfe in den großen Nöten, die uns betroffen haben!" Der Feiertag der nationalen Arbeit weist uns hin auf die Grundlagen der deutschen Zukunft, die eine ist unser Volkstum, zu dem wir uns heute freudig u. dankbar bekennen. So wie die Eiche, das Sinnbild der Kraft, sich mit allen Fasern anklammert an den Boden, der sie trägt, so sind wir alle auf Gedeih und Verderb mit dem Volk verbunden, dem wir entstammen. Das uns neu in Wort u. Tat gezeigt zu haben, ist das Verdienst Adolf Hitlers, dem wir in Dank u. Gelöbnis diese Eiche weihen. - Die andere Grundlage unseres Wiederaufstiegs kann nur der Glaube sein. So wie die Eiche sich aus innerem Drang zum Licht emporreckt, sind wir alle berufen, im Glauben dem Höchsten zu dienen. Im Geschehen dieser Tage sehen wir die Hilfe Gottes in den großen Nöten, die uns betroffen haben. Aber die Erneuerung wird nur standhalten in den kommenden schweren Kämpfen, wenn sie auch zu einer inneren Erneuerung führt. Sie ist nur möglich, wenn Gott unsere Zuversicht und Stärke wird. - So ruft uns dieser Tag auf zu doppelter Treue, im Dienst am Volk und im tatkräftigen Glauben unserer Väter. Möge beides unser Leben bestimmen, möge diese grünende Eiche uns und die nach uns kommen allezeit daran erinnern! Dazu helfe uns Gott!

(Diese Grundgedanken seiner Rede hat mir der Herr Pfarrer freundlichst zur Verfügung gestellt, sie stimmen, (obwohl unbeeinflußt von einander zustande gekommen) im Wesentlichen mit denen meiner Ausführungen oben überein.)
Gemeinsamer Gesang "Ein feste Burg ist unser Gott" Str. 1 u. 4". - Nach Gedichten der Schüler (siehe später!) sang der Schülerchor das Lied:

Frei und unerschütterlich wachsen unsre Eichen.
Mit dem Schmuck der grünen Blätter
Steh´n sie fest in Sturm und Wetter,
Wanken nicht, noch weichen.
Wie die Eichen himmelan trotz den Stürmen streben,
Wollen wir auch ihnen gleichen,
Frei und fest wie deutsche Eichen,
unser Haupt erheben.
Darum sei der Eichenbaum unser Bundeszeichen,
Daß in Taten und Gedanken
Wir nicht schwanken oder wanken
niemals mutlos weichen.

Hauptlehrer Germann wandte sich in seiner nun folgenden Aunsprache hauptsächlich an die Jugend; sie möge wurzeln, wachsen und erstarken wie eine Eiche. Er erzählte von einer Eiche in Ruppertshofen, viele Kinderarme könnten sie erst umspannen, sie habe alle andern Bäume in ihrem Alter weit überdauert. -

Von dem nun folg. Redner erhielt ich folg. Angaben:
Der Bürgermeister (Bechtum) übernahm die Eiche von der Ortsgruppe der NSDAP in den Schutz und die Obhut der Gemeinde, wobei er der Erwartung Ausdruck gab, daß es jeder Gemeindebürger als seine heilige Pflicht betrachten müsse, der Eiche Schutz und Pflege angedeihen zu lassen, ganz besonders ermahnte er hierzu die Jugend. Weiter sprach der Bürgermeister die Hoffnung aus, daß die junge Eiche zu einem starken und mächtigen Baum heranwachsen möge, so wie wir hoffen u. wünschen, daß auch unser Jahre lang geknechtetes und unterdrücktes Vaterland unter der zielbewußten und starken Führung des Schmiedes des jungen Deutschlands, der Reichskanzler Adolf Hitler, wieder eine starke und geachtete Nation werden möge. Zu Adolf Hitlers Ehren sei diese Eiche gepflanzt, der mit eiserner Hand der Uneinigkeit und dem Bruderkampf der deutschen Stämme und Stände einen Wall entgegengesetzt hat und damit das von dem Altreichskanzler Bismarck 1871 begonnene Werk des Zusammenschlußes der Deutschen aller Gaue und Stände vor dem drohenden Zerfall bewahrt und neu gefestigt hat. Der Bürgermeister wies noch darauf hin, daß es auch dem letzten Altveteranen der Gemeinde aus der Gründungszeit des deutschen Reiches, dem Mitkämpfer von 1870/71, Rudolf Thielmann, vergönnt war, an der für jeden Teilnehmer eindrucksvollen Feier der Einweihung der Eiche teilzunehmen. - Mit einem dreifachen Heil auf den Volkskanzler Adolf Hitler schloß der Bürgermeister seine Ansprache. -

Gemeinsamer Gesang "Ich hab mich ergeben, mit Herz und mit Hand dir, Land voll Lieb und Leben, mein deutsches Vaterland." *)
Des Tages der Arbeit wurde bei der Feier an der Hitler-Eiche in drei Gedichten gedacht, von denen zwei hier wiedergegeben seien "Arbeiter sind sie alle"

(Erich Bahr)
"Wer den wucht´gen Hammer schwingt und im Felde mäht die Ähren,
wer ins Mark der Erde dringt, Weib und Kinder zu ernähren.
Wer stroman den Nachen zieht, wer bei Woll und Werg und Flachse
hinterm webestuhl sich müht, daß sein blonder Junge wachse:
Jedem Ehre, jedem Preis! Ehre jeder Hand voll Schwielen
Ehre jedem Tropfen Schweiß, der in Hütten fällt und Mühlen!
Ehre jeder nassen Stirn hinterm Pfluge, Doch auch dessen,
der mit Schädel und mit Hirn hungernd pflügt, sei nicht vergessen!
Gretchen Eckstein trug vor:
"Arbeit bringt Freude, höchste der Welt,
die bis zum Tode uns Treue hält.
Arbeit im Geist und Arbeit der Hände:
daß sich der Menschheit Berufung vollende.
Tönen die eisernen Hämmer des Lebens,
Freudigen Ringens und männlichen Strebens,
Brüder auf Erden, das Arbeitskleid ziert,
Arbeit bringt Freude, die Zukunft marschiert."
*) Unser Förster Herr Th. hat die Eichel, woraus die Hitler-Eiche entstand, in 1902 in Breitstrut "gestuft" (gesät).

aus der Ortschronik

 

 

zurück zur Friedenszeit       o zurück zur Liste


home | blog alt-breitscheid
hausnamen || liste | karte | ansichten | flurnamen | familien |
geschichte || Geschichtstafel | chronik | karte | kriege | Höhlen | friedenszeit | ereignisse |
schulen || kirchweg | lick | neue schule | klassenfotos |
kirchen || evangel. | konfirmandenfotos | freie evangel. | katholische | pfarrer | kirchgeschichte | feg-entstehung | posaunen | kirchhof |
arbeit || rathaus | landwirtsch. | töpferei | haus | ton-ind. | post | a-dienst | bahn | verkehr | stein | wald | wirtschaften | arzt |
fritz philippi || fortsetzungsgeschichte | buch | über ihn | gedichte |
freie-zeit || vereine | feste | gedichte | spazieren | sport | feuerwehr | musik | hochzeiten | unbekannte Bilder
kinder || vor der schulzeit |

Hinweise zur Benutzung

höhle >
kontakt
anfahrt >
site map
download
impressum

Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

Diese Seite "Alt-Breitscheid" wird von diesem Blog begleitet: http://altbreitscheid.wordpress.com/

Copyright 2008-14 G.Lingenberg.