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Erdgeschichte

Erdbachhöhle
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Die Erforschung der Erdbachhöhle (1992)

Im Sommer 1991 befuhren die Höhlenforscher nach einer relativ problemlosen Wiederöffnung die Erdbachhöhle in einer Länge von 553 Metern. Thomas Hülsmann, einer der sechs jungen Mitglieder der SAH, die in diesem Jahr die Höhle erneut erforschten, hat in einem packenden Bericht uns teilnehmen lassen an seinen Wahrnehmungen im unterirdischen Reich von Gängen, Spalten und Schlufen. Durch seine Schilderung der Befahrungen haben wir "Oberirdischen" Kenntnis erhalten von dem Verlauf der Erdbachhöhle und dem Vorgehen der "Unterirdischen" bei deren Erforschung.

Die Höhlenforscher setzten im Jahr 1992 ihre Arbeiten fort. Sie waren bei ihren Befahrungen auf eine noch nicht erreichte Tiefe von 96 Metern vorgedrungen. Dort versperrte ein Wasserloch jedes weitere Vordringen. In einem ersten Tauchversuch ohne Gerät konnte Thomas Hülsmann in das Wasserloch vorstoßen. Er fand eine Luftglocke nach etwa sechs Metern. Dieses war ein Hinweis darauf, dass es sich bei dem Höhlensystem um einen Siphon handeln müsse. Am 8. August 1992 soll nun ein Tauchvorstoß in die Erdbachhöhle unternommen werden, um durch den Siphon im Höhlensystem weiterzukommen. Thorsten Winter aus Eschenburg-Eibelshausen nahm an diesem Tauchversuch teil und schildert uns in seinem Bericht das Erlebte:

"Rafael Grimm aus Rilassingen war bereit, in der Erdbachhöhle einen Tauchvorstoß zu unternehmen. Nach einem Treffen der teilnehmenden Höhlenforscher am Abend zuvor in der Erdbacher Hütte, konnte es nun losgehen. Neben dem üblichen Einschlazen kamen diesmal auch einige "Kleinigkeiten" von Rafael dazu. Mehrere Kilo Blei, zwei vier Liter Stahlflaschen, Trockentauchanzug, Taucherhelm mit fünf Lampen, übriges Tauchergerödel und die Rolle mit dem "hier sollte es eigentlich wieder rausgehen"-Stahldraht. Darüber hinaus nahm Martin Hülsmann seine Video-Kamera mit. Das Verpacken dauerte und bei annähernd 25 Grad Temperatur versuchte jeder, als erster in die kühle Erdbachhöhle zu kommen. Irgendjemand hatte es dann auch geschafft und durfte das 40-Meter Seil im Canyon einbauen. Thomas Hülsmann schleppte die Flaschen und die anderen Flaschen schleppten den Rest. Der Erdbach hatte beim letzten Hochwasser einige Engstellen beseitigt - überhaupt wird der Einstieg immer größer - endlich Tageslicht im Canyon bzw. wer hält die Straße nach Erdbach?

Wir brauchten - zugegeben - etwas länger als sonst. Rafael zog sich beim Knick, bevor einem das Wasser in die Stiefel läuft, um. Unter dem Trockentauchanzug zog Rafael die trockenen Klamotten an, die zwischendurch nass geworden waren, und Flaschen, Lungenautomaten, Helm, Tauchermaske und.. wurden bis vor den Schluf zum Siphon gebracht (bei MP 83). Der Schluf erwies sich mehr als hinderlich und so dauerte es lange, bis die Ausrüstung vor Ort war. Als Rafael in den Siphon (mit den Füßen voran) stieg, war vom Wasser nicht mehr viel zu sehen. Der Siphon war enger und Rafael breiter als gedacht. Aber Rafael konnte nichts zurückhalten. Beim Abtauchen hinderte ihn ein Stück Holz aus der Hütte - es war uns beim Aufgraben der Erdbachhöhle die Schachtringe herunter gefallen - so trifft man sich wieder. Nach mehreren Anläufen erreichte Rafael die von Thomas gefundene Luftglocke (siehe Skizze). Mit den üblichen 5 cm Sicht tauchte Rafael in die neuen Teile. Nachdem der Gang wieder auf 3 Meter Tiefe führte und in die Waagrechte überging, ragte eine Felsnase in den Gang. Dahinter führte eine Spalte nach oben und, in der Hoffnung, die Wasseroberfläche erreichen zu können, tauchte Rafael nach oben. Während sich die Spalte leider als Flop erwies (das Ziel ist, möglichst schnell an luftgefüllte Hohlräume zu kommen - um weiteres Vorankommen mit vertretbarem Aufwand durchführen zu können), wurde er von der Schlammlawine überrollt und konnte den weiteren Gang nur noch durch Tasten mit den Füßen untersuchen. Glücklicherweise geht es, in für Taucher angenehmen Dimensionen, geradeaus weiter. D.h., ein weiterer Tauchgang folgt. Die Gesamtlänge der Tauchstrecke ist auf ca. 10 Meter, höchstens 12 Meter, zu schätzen. Dieser Wert kann von der Realität stark abweichen, bedingt durch die Sichtverhältnisse, die gegen Null gingen."

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