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Erdgeschichte

Erdbachhöhle
Erforsch.2.T.
Kleingrubenl.
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Wieder 1985/90
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1992
1992/93
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Erforschung
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Erdb.Höhlen
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Geheimnisvolle Erdbacher Höhlen

Als Erdbacher Höhlen (nicht zu verwechseln mit der Erdbachhöhle) bezeichnet man die Große und Kleine Steinkammer. Sie liegen beide etwas voneinander entfernt am Hang des Rolsbachtales zwischen Erdbach und Breitscheid.

Die Große Steinkammer wird durch Felsmassen gebildet, die nach der Aushöhlung noch tektonisch verschoben worden sind. Sie zieht in Richtung einer großen Spalte und ist zusammen mit einer schmalen Felsspalte etwa 13 m lang, 2 bis 3 m breit, l bis 3 m hoch und noch nicht gründlich erforscht. Der Landesarchäologe will damit warten, bis die Ausgrabungsmethoden weiter vervollkommnet sind. Wir dürfen dann hier vielleicht mit vorgeschichtlich kostbaren Funden rechnen.
Wenn in dieser Höhle einstmals der vorzeitliche Mensch gewohnt hat, dann sind in den tieferen Schichten Funde der Altsteinzeit zu erwarten. Auch der Schuttkegel vor der Höhle wird solche Funde bergen. Oberst von Cohausen hat 1884 den vorderen Teil der Höhle nach damals üblicher Ausgrabungsmethode ausgeräumt und keine nennenswerte Funde gemacht.

Die Kleine Steinkammer, die eigentliche die größere ist, liegt etwa 150 Meter südlich der Großen Steinkammer. Sie öffnet sich kurz hinter dem Eingang zu einem Höhlenraum größeren Ausmaßes. Im Grunde der Höhle geht ebenerdig hinter einem Steinblock ein Gang in die Tiefe, der am Talhang etwas tiefer als der Eingang aus dem Kalkfelsen wieder zu Tage tritt. Man kann diesen Gang ziemlich mühelos durchkriechen. Er ist eng (oben 70 x 70 cm) und senkt sich auf 10 Meter um 4,5 m. Dann wird er schmaler und höher, biegt um und strebt mit hoher Öffnung dem Ausgang zu. Diesen Gang kann man einen echten Schlupfgang nennen, denn er könnte den Höhlenbewohnern als "Notausgang" gedient haben. Die Tatsache, dass der obere Eingang ehemals durch drei Steinblöcke versperrt war - sie wurden 1875 gesprengt -, deutet vielleicht darauf hin, dass die Bewohner den Höhleneingang mit diesen Steinen auch verschlossen haben.

Oberst von Cohausen hat diese Höhle bei seinen Ausgrabungen im Jahre 1884 bis auf den Felsen ausgeräumt. Er ist dabei 80 cm unter der Oberfläche des Höhlenbodens auf eine Grabanlage gestoßen. Hier lagen offensichtlich vier Menschen beerdigt. Merkwürdigerweise fand man nur die sehr durcheinander gewürfelten Knochen, aber keine Schädel. Nur der Teil eines Kinderunterkiefers wurde geborgen. Alles lag so ungeordnet, dass man mit gutem Recht annehmen kann, Raubtiere hätten kurz nach der Beerdigung die Gräber durchwühlt. Einige Knochen waren auch angenagt. Im Nordostgang fand sich zudem der Reißzahn des Braunen Bären. Ferner fand man einen sehr schönen Wendelhalsring, Ohrringe mit Bernsteinperlen, Armringe, Glasperlen und vieles mehr.

Was waren die damaligen Bewohner nun für Menschen? Die Grabbeigaben geben darüber sichere Auskunft. Es waren eisenzeitliche Leute der späten Hallstattzeit. Das ist die Zeit, die etwa vom 6. bis zum 5.Jahrhundert vor Christus reicht. Die Hallstattzeit (1000 bis 500 v.Chr.) wird von den Archäologen als eine Zeit der Unruhe und der Völkerverschiebungen im europäischen Raum bezeichnet. In die Kulturbereiche der sesshaften Völker in Hessen treten östliche Reitervölker ein, die bis nach Süddeutschland vorstoßen. Neue Völkergruppen stoßen von Südwesten her nach Hessen hinein. Sie haben vielleicht die alteingesessene Bevölkerung nicht verdrängt, sondern sich mit ihr vermischt und sie friedlich durchdrungen. Im 8. Jahrhundert vor Christus stabilisieren sich die Verhältnisse wieder etwas. Es entwickelt sich dann in einer Zeit der Ruhe die eigentliche Hallstatt-Kultur.

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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