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Erdgeschichte

Erdbachhöhle
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Die Erforschungsgeschichte der Erdbachhöhle (Teil 1)

Solange Menschen in unserm Raum siedeln, muss der eigenartige Lauf des Erdbachs ihre Gedanken beschäftigt haben. Wo sonst kann man einen kräftigen Bach erleben, der nach kurzem Lauf am Tageslicht plötzlich wieder in den Tiefen der Erde verschwindet? Nach unterirdischem Lauf von etwa 1500 m in der Luftlinie taucht er als stärkste Quelle weit und breit wieder auf, wobei die Höhendifferenz auf der Strecke ca. 100 m beträgt.

Man müsste schon weit reisen, um Ähnliches zu erleben. Erst am Meißner oder im Odenwald finden sich vergleichbare Erscheinungen, aber in viel geringerem Ausmaß. Auch in der Größenordnung entsprechendes kann man erst in der Schwäbischen Alb oder in Belgien erleben. Für die frühen Bewohner unserer Heimat lag das so gut wie außerhalb ihres Horizontes. Für sie war der Erdbach etwas einmaliges, eine Quelle die immer, auch bei stärkstem Frost, floss und Wasser lieferte.

Solche Besonderheiten fallen auf. Sie fesseln den Blick jeden wachen Beobachters viel stärker als Allerweltsdinge. Nachdenkliche Naturen fragen nach dem Warum. Zumal das Unterirdische seinen besonderen Reiz hat. Aberglaube und Phantasie beleben es mit den verschiedensten Wesen, vermuten Schätze, Verstecke, ja ganze unterirdische Reiche. So hat sich zunächst die Sage des Erdbachs bemächtigt:

".... Der Erdbach floss damals, wie alle anderen Bäche im Westerwald es tun, auf dem Erdboden dahin, bewässerte die Wiesen der Breitscheider und befruchtete ihre Äcker zur heißen Sommerzeit. Aber die Breitscheider waren den Unterirdischen nicht gut und zeigten sich oft recht undankbar. Da nahmen diese ihnen den Bach. Als sie eines Morgens aufstanden und ihre Wiesen wässern wollten, da war das Wasser plötzlich in der Tiefe verschwunden. Die Zwerge hatten sich es geholt und dadurch den Breitscheider großen Schaden zugefügt. Damit war aber den Erdbachern auch der Bach genommen, obwohl sie mit den Zwergen gut standen. Sie kamen daher und baten, ihnen doch den Bach wiederzugeben. Die Zwerge willigten ein, und als die Erdbacher anderen Tages aufstanden, rauschte der Bach durchs Tal wie zuvor. Am Fuße des Berges kam der so plötzlich Verschwundene wieder zum Vorschein ......"

(Aus 0. RUNKEL: Westerwaldsagen)

Diese Sage ist hier so ausführlich wiedergegeben, weil sie eine uralte, aber wichtige Erkenntnis festhält, ein regelrechtes, erstes Forschungsergebnis: Die Gewissheit des Zusammenhangs des Bachs auf dem Breitscheider Feld mit der Quelle im Erdbacher Tal.

Doch nicht nur die Phantasie, der Mensch selbst möchte ins Unbekannte eindringen, sich Klarheit verschaffen, was es verbirgt. Angst und Verlockung liegen immer nahe beieinander, wo es um unbekannte Räume geht. So dürfte schon mancher Unternehmenslustige versucht haben, in das unbekannte Bett des Erdbachs einzudringen. Das von solchen Versuchen fast nichts überliefert ist, darf wohl mit Fug und Recht als Zeichen totaler Erfolgslosigkeit gewertet werden.

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