blog  Kontakt  Hilfe  Impressum  Download
www.ge-li.de/blog/
 
www.alt-breitscheid.de/blog/  

Erdgeschichte

Erdbachhöhle
Erforsch.2.T.
Kleingrubenl.
Wieder 1983/84
Wieder 1985/90
1991
1992
1992/93
Schwinde C

Herbstlabyrinth
Bärknochen
Entdeckung
Erforschung
Erschließung
Schauhöhle
Eröffnung
Steinbr.1952

Steinbr.1953

Erdb.Höhlen
Kleingrubenl.
Überraschungsl.

Kolb-Spalte

Dolinen

Karstgebiet

Schauhöhle
hoehle.ge-li.de

Die Erforschungsgeschichte der Erdbachhöhle (Teil 2)

Über Jahrhunderte hinweg beschäftigten sich Menschen in unserer Region mit dem unterirdischen Verlauf des Erdbachs und versuchten, in dieses Geheimnis einzudringen. Alle Versuche waren aber gescheitert oder endeten bereits nach wenigen Metern Eindringtiefe. Sicher wäre es dabei auch noch lange geblieben, wenn nicht der Erdbach selbst nachgeholfen hätte.

Im Winter 1964/65 brach auf der an das Kleingrubenloch östlich anschließenden Wiese die Erde ein, nur wenige Meter neben der östlichsten Bachschwinde. Das Wasser hatte eine über ihm liegende Gesteinsschicht so weit aufgelöst, dass sie ihre Tragfähigkeit verlor und in einem eng begrenzten Bereich zusammenbrach. Das darüber lagernde Erdreich rutschte nach und nach in die Tiefe und wurde langsam vom Bach weggespült. Ein Loch zeigte sich an der Oberfläche und wurde immer größer. Bald wurden am Grund die Wassermassen des Erdbachs sichtbar. Ein neuer Weg in die Unterwelt. Glücklicherweise wurde dieser Schacht nicht zugeschüttet, sondern nur mit Gitter, Zaun und Warnschildern abgesichert.

Im Herbst 1965 fanden sich im Raum Frankfurt eine Reihe von Höhlenfreunden zur "Arbeitsgemeinschaft Karst und Höhlen in Hessen" zusammen. Von der Erdbachhöhle erfuhr die Arbeitsgemeinschaft im Oktober 1965. Anfang November standen die Höhlenforscher erstmals an dem neuen Schacht. Wo so viel Wasser durchgeht, muss auch genug Platz für Menschen sein, war deren erster Gedanke. Es wurde beschlossen, im kommenden Sommer einen ernsthaften Versuch zu machen, dem Bachlauf folgend in die Unterwelt einzudringen.

Als die Höhlenforscher im Frühjahr 1966 zu ersten Erkundungen in Erdbach erschienen, floss der Bach intensiv grün gefärbt durch das Dorf. Im Interesse der Trinkwasserversorgung wollte das Hessische Landesamt für Bodenforschung den Zusammenhang der unterirdischen Wasserwege unseres Gebietes klären. Zu diesem Zweck war der Bach bei Breitscheid mit Uranin gefärbt worden, einem ungiftigen Farbstoff, der sich unter Anwendung chemisch-technischer Labormessungen noch in zehnmillionenfacher Verdünnung nachweisen lässt.

Diese Forschungen wurden den Sommer über fortgesetzt und brachten erstmals sichere Erkenntnisse über die unterirdischen Wasserverhältnisse. So kam heraus, dass der Erdbach für seinen Lauf durchschnittlich 14 Stunden benötigt. Geringe Reinigungskraft des unterirdischen Laufs lässt auf relativ großräumige Wasserwege schließen. Einige andere Rinnsale stoßen in der Tiefe zum Erdbach hinzu. Die Erdbacher Quelle bringt etwa die doppelte Menge des bei Breitscheid verschwindenden Wassers.

Die ersten Erkundungen, die 1966 durchgeführt wurden, brachten Aufschluss über die Möglichkeiten und Probleme eines persönlichen Eindringens in den unterirdischen Lauf des Erdbachs: Das Bachwasser lässt sich oberhalb in andere Spalten leiten. Diese müssen allerdings vor jedem Einstieg neu aufgegraben und mit Gräben und Dämmen versehen werden. Dennoch mussten die Höhlenforscher erfahren, dass das Wasser eine ständige Bedrohung bleibt. Plötzliche Niederschläge können den Erdbach derart anschwellen lassen, dass allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz das Wasser sich in die Höhle ergießt. Ohne eine starke Sicherheitsgruppe an der Oberfläche und Telefonverbindungen zu den Forschern untertage wäre ein Einstieg unverantwortlich.

Der Eingangsbereich der Höhle bis in etwa 12 Meter Tiefe besteht aus großen, ineinander verkeilten Felsblöcken. Zwischen ihnen hindurch ließ sich immer wieder ein für Menschen passierbarer Durchschlupf öffnen. Weil ein solcher Versturz in sich nie ganz stabil ist und der ...

<<  >>

 

o zurück zur Hausnamenliste     zurück zur Erdgeschichte von Breitscheid


home | blog alt-breitscheid
hausnamen || liste | karte | ansichten | flurnamen | familien |
geschichte || Geschichtstafel | chronik | karte | kriege | Höhlen | friedenszeit | ereignisse |
schulen || kirchweg | lick | neue schule | klassenfotos |
kirchen || evangel. | konfirmandenfotos | freie evangel. | katholische | pfarrer | kirchgeschichte | feg-entstehung | posaunen | kirchhof |
arbeit || rathaus | landwirtsch. | töpferei | haus | ton-ind. | post | a-dienst | bahn | verkehr | stein | wald | wirtschaften | arzt |
fritz philippi || fortsetzungsgeschichte | buch | über ihn | gedichte |
freie-zeit || vereine | feste | gedichte | spazieren | sport | feuerwehr | musik | hochzeiten | unbekannte Bilder
kinder || vor der schulzeit |

Hinweise zur Benutzung

höhle >
kontakt
anfahrt >
site map
download
impressum

Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

Diese Seite "Alt-Breitscheid" wird von diesem Blog begleitet: http://altbreitscheid.wordpress.com/

Copyright 2008-14 G.Lingenberg.