blog  Kontakt  Hilfe  Impressum  Download
www.ge-li.de/blog/
 
www.alt-breitscheid.de/blog/  

Ein Gang durch unsere Gemarkung von Breitscheid. (2)

<     -     zur flurnamen-karte     -     >

Aufklärung der Flurnamen und deren Bedeutung, aus der Ortschronik Seite 171-179

Übersetzt aus der alten deutschen Schrift von Hans Henn

der Karte: "Söh Weg", auch Siegweg. Heute heißt der ganze Weg so von Anfang an, und Siegweg ist wahrscheinlich die richtige Schreibweise (nicht Säweg, wie F.Philippi schreibt). Er heißt wohl so, weil er nach der Sieg führt, nach welcher das Siegerland genannt ist.- Nachtragen will ich, daß der neue Hüttenweg, der noch nicht auf der Karte eingezeichnet ist, in den 1830 er oder 1840 er Jahren der mündlichen Überlieferung nach angelegt worden sein muß. Die alten Leute, die es erlebten, erzählten, dass er von Seelbachern gestückt worden sei, da die Breitscheider im Wegebau nicht erfahren gewesen seien. An der Südostecke der Landstruth unten am Siegweg ist auf der Karte ein Kalkofen eingezeichnet ( jetzt Gesträuch). In der Stauerswies der Stauersborn mit seinem Abfluß ( "Floß ")

nach Klaßen Kaut.- "In den Grefen" heißt in den "Gräben". Die Gegend muß wohl viele Abzugsgräben gehabt haben. ( Die Flurnamen sollen wir ehrfurchtvoll behandeln und nicht leichtfertig abändern. Aber die Änderung von "Grefen" wie heute noch geschrieben wird, in "Gräben" sollte das Katasteramt veranlassen. Ein Bürgermeister darf es aus sich nicht tun. Solche offen zutage liegenden Fehler sollte man nicht jahrhundertelang fortpflanzen.) Östlich von den "Grefen" etwa in der Gegend des "Bogens" liegt die "Annagilnwiese" mit etwa 8 "Item". Der Name wird heute noch im Grundbuch geführt. Er kommt von einer Anna Angela. Östlich daran anschließend "Braune Grefen"(vom Familienname Braun, der von der 2 ten Hälfte des 17. Jhrhdts. an hier auftritt) mit etwa 40 Item. "Braune Grefen" stoßen an den Siegweg. "Pfaffen-rains Grefen" liegen unter dem Haigerweg, wo jetzt die Walkererden-Schuppen stehen. "Dietrichs Grefen" liegen weiter vorn unter dem Weg, vorm "Mauernstück". Das "Mauerstück" ist als Pfarrgut bezeichnet. ( Wenn man die Kartenblätter der Gemarkung überschaut, so fällt einem sofort die Größe der Pfarrgrundstücke auf.) "Francke Grefen" mit 16 Item liegen oben am Wald über der Beuligen Wiese in der Landstruth. "Joachims Grefen" liegen über der Hirtenwiese an den "Haseln"; "Juchems Gräben" sagen die Leute, das so schön gelegene "Dümmenstück" liegt im äußersten Nordosten vom Eckerfeld. Den Namen kann ich nicht aufklären. Das Lagerbuch (Stockbuch) von 1717 schreibt "Dämonstück". Ja, wenn man auf die Schreibart dieses Lagerbuchs etwas geben könnte! Der Schreiber hat wohl an einen "Dämon" gedacht, einen bösen Geist, als er den Namen bildete. In Zweifelsfällen hält man sich am besten an die Volkssprache, wie der Mund der Bauern den Namen spricht.

Dillmerfurth, Hasseln, Hirtenwiese, JeachimsgrefenErst war der mundartliche Ausdruck, dann erst die schriftliche Formung desselben! "Dillmerfurth" wird in einem alten Pfarrregister "Dillenbergforth" geschrieben. "Dillmerk" heißt "Dillenberg" der alte Name für Dillenburg. Welche Bezeichnungen hier vorliegen, weiß ich nicht. 1/ Eine Furt ist eine seichte Stelle im Bach zum Übergang. Eine Verbreiterung im Rabenscheider Bach an der unteren Hälfte von Dillmerfurt heißt auf der Karte "Herrn Teich" es war wohl ein herrschaftlicher Fischteich, der Wiesengrund "Kohlen" (eine Verkürzung von Kohlhein) heißt so vom Herstellen der Holzkohlen in dem anlie = genden Wald

1/ Dillmerfurt ( ist Dillenburger Furt) soll daher den Namen haben , weil hier ein Furt im Bache war über welche die Rabenscheider nach unserer Rheinstraße und dann nach Dillenburg fuhren.

Auf einer alten Karte von Tranchot und v. Müffling 1801-1820 , wird unsere Rheinstraße als neue Straße benannt und vom Lehrer Löber, Langenaubach ebenfalls, seine Rheinstraße führt links der Aubach auf den Höhen, Richtung Haiger-Dillenburg, mit Wachtürmen bestückt, so wie einer oberhalb von Langenaubach gestanden hat! Fundamente noch sichtbar.

<     -     zur flurnamen-karte     -     >

Übersetzt aus der alten deutschen Schrift von Hans Henn

Seite 172

zur flurnamen-karte

Den Plan zum Ausdrucken als PDF-Datei

home | blog alt-breitscheid
hausnamen || liste | karte | ansichten | flurnamen | familien |
geschichte || Geschichtstafel | chronik | karte | kriege | Höhlen | friedenszeit | ereignisse |
schulen || kirchweg | lick | neue schule | klassenfotos |
kirchen || evangel. | konfirmandenfotos | freie evangel. | katholische | pfarrer | kirchgeschichte | feg-entstehung | posaunen | kirchhof |
arbeit || rathaus | landwirtsch. | töpferei | haus | ton-ind. | post | a-dienst | bahn | verkehr | stein | wald | wirtschaften | arzt |
fritz philippi || fortsetzungsgeschichte | buch | über ihn | gedichte |
freie-zeit || vereine | feste | gedichte | spazieren | sport | feuerwehr | musik | hochzeiten | unbekannte Bilder
kinder || vor der schulzeit |

Hinweise zur Benutzung

höhle >
kontakt
anfahrt >
site map
download
impressum

Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

Diese Seite "Alt-Breitscheid" wird von diesem Blog begleitet: http://altbreitscheid.wordpress.com/

Copyright 2008-14 G.Lingenberg.