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Die Hausnummern in Breitscheid von 1908 und 1955

Seit 1955 hat Breitscheid amtlich festgelegte Namen für Straßen und Wege in den Wohngebieten. In Verbindung mit den Hausnummern, die seitdem in jeder Wohnstraße neu mit der Zahl l beginnen, sind sie Bestandteile des Wohnungs-Nachweises der Einwohner im polizeilichen Meldewesen und im Postverkehr. Vorher waren die Häuser durchlaufend bezeichnet mit den Zahlen l bis 151, beginnend mit dem Mühlengebäude am Anfang der Schönbacher Straße und endend mit dem Wohnhaus des Franz Thielmann (früher Gustav Kolb) am oberen Ende der Erdbacher Straße.

Diese alten Hausnummern sind um 1907 eingeführt worden, wie aus Unterlagen über die Neubauten zwischen 1900 und 1910 zu schließen ist. Ihr Verlauf vom Südteil über den Westteil und den Nordteil bis zum Ostteil des Dorfes deckte sich mit dem aus den Zählungslisten bekannten Rundgang der Volks- und Viehzähler im vorigen Jahrhundert.

Nach der Einführung der Hausnummern ergab sich aber schon bald die Notwendigkeit, die in innerdörflichen Baulücken und an den Dorfrändern neu erbauten Häuser zu kennzeichnen, ohne ihnen Hausnummern über die Endzahl 151 hinaus zu geben, durch die der Zusammenhang der Reihenfolge gestört worden wäre.

Man half sich so, dass die Neubauten die Nummer des nächsten Nachbarhauses mit einem beigefügten Klein-Buchstaben in der Folge des Alphabets erhielten. Erstes Beispiel war das Wohnhaus Brandenburger (heute Zeiler) in der oberen Schönbacher Straße; es bekam damals die Hausnummer 6 a zwischen den Nummern 6 der früheren Post und Nummer 7 des Hauses Thielmann (früher "Luckebachshaus").

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Ein Häuserverzeichnis von 1946/1947 zeigt, dass in der Nachbarschaft oder im näheren Umkreis von 14 Altbauten seit Einführung der ersten Hausnummern bereits 57 Neubauten entstanden waren, wobei sich Zusätze bis zum Buchstaben "m" (zwölfter im Alphabet) ergeben hatten. Als dann in den folgenden Jahren auch ganz neue Wohnplätze und Klein-Siedlungen entstanden, wurde eine amtliche Benennung der Wohnstraße erforderlich, die jetzt eine eigene Hausnummer-Reihenfolge haben. Damit ist im Ortsplan eine wesentlich bessere Übersicht erreicht worden.

Aus der Manuskript-Sammlung des Ernst Henn, aufgearbeitet worden von Manfred Thielmann, Breitscheid-Erdbach.

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Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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