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1923 - das Jahr des Höhepunktes der Inflation

Geldentwertung hat es im Ablauf der Jahrhunderte oft gegeben, aber die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) mit ihrem Zahlenrausch bis in die Billionen hinauf, wird wohl ein einmaliges Erlebnis bleiben. Der Währungsverfall ging nach dem Kriegsende zunächst langsam vor sich, bis Mitte 1922 war die Mark "nur" auf den Wert eines früheren Pfennings gefallen. Am 5. Juli 1922 kostete der amerikanische Dollar, der zum Maßstab der Inflation wurde, erstmals mehr als 420 Mark, das Hundertfache der Vorkriegszeit !

Von da an wurde die Abwärtsbewegung der Mark schneller. Am 21. Oktober 1922 stand der Dollarkurs auf 4.300 Hark und war damit in wenig mehr als drei Monaten um das Zehnfache gestiegen. Am Ende des Jahres hätte jemand, der seine Silvesterfeier mit Dollars bezahlen wollte, der Bank schon 7.350 für jeden Ein-Dollar-Schein hinlegen müssen.

Im Januar 1923 stieg der Dollar-Kurs (nach geringem Absinken) von 7.260 Mark am Monatsanfang auf 49.000 Hark am Monatsende. Zwar fiel er noch einmal stetig bis auf 19.400 Mark am 8. März, doch wurde der Kurs von 49.000 Mark am 18. Mai wieder erreicht und dann nicht mehr unterschrit-ten. Im letzten halben Jahr der Inflation, als das Rechnen mit den im-mer höheren Zahlen den älteren Zeitgenossen schon Mühe machte, auch die staatlichen Druckereien mit der Herstellung des Papiergeldes nicht mehr nachkamen und manche Städte und Gemeinden eigenes Geld - als Notgeld - drucken ließen, weist die Dollar-Kurs-Tabelle folgende Höchstwerte aus:

- im Juni.....................................154.000 Mark
- im Juli...................................1.100.000 Mark
- im August............................11.000.000 Mark
- im September.....................182.000.000 Mark
- im Oktober.....................72.500.000.000 Mark
- im November..............4.200.000.000.000 Mark

Der Höchststand von 4 Billionen 200 Milliarden Mark wurde am 20. Novem-ber 1923 erreicht. Die neue, nun wertbeständige Mark, die diesen Spuk ablöste, wurde erst Rentenmark, später Reichsmark genannt, und galt 10/42 Dollar oder l Billion alte Mark. Ihre Kaufkraft war ungefähr so hoch wie die Goldmark der Vorkriegszeit; der ideelle Wert war natürlich wesentlich höher, da Krieg und Inflation die Barvermögen beseitigt und eine große Armut in Deutschland hinterlassen hatten.

Aus der Manuskript-Sammlung des Ernst Henn nacherzählt von Manfred Thielmann, Breitscheid-Erdbach

 

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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