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Zwei Kurzgeschichten

Ernst Henn berichtet im Mai 1967 in den "Heimatblättern" von zwei Ereignissen, die sich im 18. Jahrhundert begeben haben. Da sie uns auch heute noch interessant erscheinen, möchte ich beide Berichte noch ein mal veröffentlichen.

Ermahnungen an die Kirchengemeinde und die Pfarrer 1730

Drei Tage vor dem Pfingstfest 1730 richtete der Pfarrer und Kircheninspektor Dr. Johann Henrich Schramm in Herborn an die ihm unterstellten Geistlichen ein Schreiben, dessen Inhalt im Auszug lautet (Text in heutiger Schreibweise):

"Wohlehrwürdige, wohlgeehrte, insbesonders hochgeehrte Herren Brüder! Nachdem leider bekannt ist, dass die Sonn- und Feiertage von unordentlichen Menschen durch Saufen, Spielen, Ratschen und Herumlaufen von einem Ort zum anderen, ohne dem Gottesdienst beizuwohnen, entweiht und hierdurch dieser nicht allein verachtet, sondern auch sogar die Juden geärgert werden; also geht unseres gnädigsten Fürsten und Herren Hochfürstlicher Durchlaucht Willensmeinung dahin, dass, um solchem Unwesen zu steuern, künftigen zweiten Pfingsttag, den 29. diesen Monats, der von Höchstderoselben unter dem 7. Februar 1729 verbreiteten Befehl und das unter dem 31. August 1705 an die Amtleute, Befehlshaber und Schultheißen erlassene Ausschreiben des in Gott ruhenden Herrn Bruders Hochfürstlicher Durchlaucht von neuem von den Kanzeln verkündet und jedermann verwarnt werden soll, nicht dagegen zu handeln. "

Dieser Bekanntgabe der Fürstlichen Anordnung folgt, nach der Aufforde-rung, eine Kollekte für den Kirchenbau in Eisemroth zu erheben, die Er-mahnung des Kircheninspektors an die Pfarrer im Stile eines paulinischen Briefes:

"Ich wünsche anbei meinen hochgeehrten Herren Brüdern eine gesegnete Pfingstfeier und dass wir allesamt die Früchte des Geistes, Liebe, Freude, Geduld, Freundlichkeit, Mäßigkeit, Keuschheit, Glaube und Sanftmut in unserem ganzen Wandel an den Tag legen mögen, damit in dieser ruchlosen Zeit (gemeint war wohl die Zeit der Aufklärung) die heiligen Wahrheiten nicht zum Gelächter bei Weltmenschen gemacht, mithin die Erbauung verhindert werde. Ich schreibe dieses wohlmeinend und nicht in der Absicht, denen, so einen dem Evangelium gemäßen und stillen Wandel führen, zu nahe zu treten, sondern nur um uns alle zur Vorsichtigkeit aufzuwecken, der ich stets verharre meiner hochgeehrten Herren Brüder dienstgefälliger J. H. Schramm."

Bearbeitet von Manfred Thielmann, Breitscheid-Erdbach

Die 2. Geschichte "Bauern und Soldaten sollten keinen Kaffee trinken" >>

 

 

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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