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Aus einer Kirchenrechnung vom Jahre 1646

Schon vor 350 Jahren waren die Kirchengemeinden in Nassau wirtschaftlich selbständig und verwalteten ihr Vermögen und die Einnahmen und Ausgaben selbst. Dies zeigen die zum Teil noch vorhandenen Kirchenrechnungen, die auf Grund von Zetteln der Kirchenmeister von Kanzleischreibern in doppelter Ausfertigung geschrieben und vom zuständigen Kircheninspektor "abgehört" wurden. Aus der Kirchenrechnung des Pfarrdorfes Breitscheid vom Jahre 1646 - die Filialgemeinde Medenbach ist nicht einbegriffen - wird nachstehend die Einnahme wiedergegeben, wobei die durch die Notjahre des 30jährigen Krieges verursachten hohen Außenstände besonders auffallen.

Die Rechnung wurde geführt vom dienstjüngsten der beiden Kirchenmeister, die für zwei Jahre gewählt oder ernannt waren. In jedem Jahr wurde einer von ihnen abgelöst. Der Neueintretende übernahm die Rechnungsführung für das laufende Jahr und wurde dabei von dem im Vorjahre jüngeren Kirchenmeister unterstützt, der meist mit der Ablieferung der Einnahmebeträge noch im Rückstand war. Auf diese Weise kam im Laufe der Jahre jeder Mann in der Gemeinde einmal oder mehrmals zu dem Amt des Kirchenmeisters bzw. Kirchenrechners - ohne Zweifel eine gute Maßnahme zur Erzielung der Mitarbeit und Erhöhung der Sachkenntnis der Gemeindeglieder, wobei vielleicht wenige besitzlose Einwohner ausgenommen wurden.

In die heutige Schreibweise übersetzt und mit Zusammenfassung der Einnahmeposten ist dem Heft "Kirchenrechnung zu Breitscheid vom Jahre 1646" folgendes zu entnehmen:
Kirchenmeister waren Anton Paulus ("Paulus Tönius") und Henrich Möller; der Letztgenannte führte die Jahresrechnung. Der Rechnungsteil "Empfang" umfasste acht Positionen und zwar:

  1. Rückstand vom Vorjahr
    Anton Paulus war 1645 der Kirche 52 Gulden, 12 Albus und 5 Pfennig schuldig geblieben - Außenstände, die in den Kriegsjahren entstanden waren.
  2. Erbrenten
    16 Einzahlungen erbrachten zusammen 2 Gulden, 15 Albus und 5 Pfennig. Unter den Zahlungspflichtigen war die Zivilgemeinde vertreten mit Renten von einer Wiese in dem Wiesen- und Walddistrikt Kohlhain (mundartlich "Kohle") und von Grundstücken, die der Kirche mit "Brief und Siegel" gestiftet waren (wahrscheinlich bei der Erstausstattung der Breitscheider Kapelle im Jahr 1309).
  3. Wachs
    Die Zivilgemeinde gab der Kirche alljährlich ein Pfund Wachs zur Altarbeleuchtung aus dem Ertrag vom "Altstück", einer kleinen gemeindeeigenen Flur (Kälberwiese und Baumgrundstück); sie zahlte 1646 den Gegenwert in Höhe von 9 Albus bar.
  4. Hafer und Käse
    Drei Lieferungen, in Geldzahlungen umgewandelt, erbrachten 12 Albus und 6 Pfennig.
  5. Erbsen
    Drei frühere Naturalabgaben waren abgelöst durch jährlich zusammen 10 Albus.

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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