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geschichtsübersicht
Die Ortschronik von Reinhard Kuhlmann - Seite 136

leisten, damit in der Reyhe Er niemahlen aufgehalten werde. Solte sich Jemandt säumig zeigen, so soll er mit einem gulden für das armen Hauß angesehen werden". - Pfarrer Fuchs berichtet zwei Monate später, den 12. Mai 1740: "Die gemeinde Breidscheid hat anfänglich wenig auff dieses Hochfürstliche consistorialdecret achten wollen, nachdem (ich) aber Derselben unter Vieler Verdrießlichkeit bey einer gehaltenen versammlung auff der Schule aufs freundlichste und Nachdrücklichste zugeredet, hat selbige endlich eingestanden, dass sie mir meine früchte, heu, grummet und laub pp nach einer ordnung, welche so gleich nach dem Looß angewiesen wurde, heimschaffen und fahren wolte, aber meinen Herrn Nachfolgern dazu nit verbunden sein, worauff die sache beruhet und nit weiter getrieben worden".

Presbyterialprotokoll. 1741

schreibt der Pfarrer in einem Presbyterialprotokoll: es "wurde meine Nachbarin Johann Henrich Philipps nachgelassene Witwe wegen Aberglauben und aufgehenkten vielen Kräutern in S.v. *) (ihrem) Kuhstall bestraft und angehalten, Besserung zu leisten und das abergläubige Zeug aus dem Stalle zu tun".

1749 Von der Baumschule.

In diesem Jahre wurde verordnet: "Jede Gemeinde soll einen Platz auswählen und einrichten, eine Gemeindsobstbaumschule zu legen und einen verständigen Manne dieselbe in Aufsicht geben." (Weistum der Gesetze I. S. 84.) Ob damals schon Baumschulen bei uns eingerichtet wurden, ist zweifelhaft; wahrscheinlich erst um 1780. Um 1830 war eine Baumschule auf dem Platze, wo unser heutiges Pfarrhaus steht. **) Um 1836 wurde das Grundstück welches östlich an den neuen Friedhof grenzt, zur Gemeindebaumschule eingerichtet. Die zahlreichen Bäume darin lassen heute noch die einstige Bestimmung des Stückes als Baumschule erkennen. Von 1851-1857 befand sich die Baumschule auf dem Grundstücke unseres Rathauses, dann bis 1906 neben der Bitz (jetzt Lehrerwohnung und Garten), seitdem neben dem neuen Friedhof.


*)dieses S.v. kommt oft vor und bedeutet etwa soviel wie: "mit Respekt zu sagen." (Abkürzung von Salva venia = mit Erlaubnis zu sagen.)

**) In 1835 kaufte die Pfarrei von der Zivilgemeinde dieses Grundstück, für 70 Gulden und machte es vorläufig Zum zweiten Garten. Der größte Teil desselben wurde dann 1845 mit dem Pfarrhaus bebaut).

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von Kornelia Pelz übersetzt

 

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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