www.ge-li.de

geschichtsübersicht
Die Ortschronik von Reinhard Kuhlmann - Seite 261

Als der Wehrmann Aug. Immel beim Heimweg vom Kirchenbesuch beim Gemeindehause ausrutschte, rief ihm ein älterer Mann zu: "Do leit´der Feuerwehrnarr!" Doch setzte sich die Wehr allen Anfeindungen zum Trotz durch, und es kam ihr dabei der Umstand zustatten, dass der Brgstr. Wilh. Bechtum - Wirt war (er hatte 1876 seine Gastwirtschaft erbaut, jetzt Herborns). Er war der Wehr zugetan, nicht etwa aus idealen Gründen, sondern eben aus Rücksichten auf seinen Nebenerwerb. Bei der Feuerwehrgibt es auch innere Brände zu löschen. 1886 hatte die Wehr die erste Feuerprobe zu bestehen, als Urscheln (des Phil.Thomas,) scheuer brannte (beim Brunnen an der Mühle). Ferd. Bechtum, der Sohn des Brgstrs. erzählt mir, dass sie damals Schläge hätten haben sollen, dass sie sich aber nun nicht mehr gefürchtet hätten, sein Vater sei Brgstr. gewesen und dann sei auch der Landjäger von Driedorf dagewesen. Dieser Brand war auch der erste, den ich erlebte; die Mühle stand damals noch nicht und so konnte ich um Mitternacht das schaurig-schöne Schauspiel bestaunen. Ja, ich wagte mich sogar in die Nähe und sah dann, wie Urscheln Philipp dem dicken Reeh drohend gegenüberstand, weil dessen Frau die Backeskohlen schlecht verwahrt haben sollte. Es wird erzählt, er habe Reehe Sette totschlagen wollen.-

1895 brannte die Scheuer an Dapperts Haus (Nordseite), und es gelang der Wehr, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Kommandant war damals noch Michel, der dies Amt nach dem 1. Komm. Christian Becker lange Jahre inne hatte. Selbst lebendig u. flink wie Quecksilber, übertrug er als ehem. Soldat (Unteroffizier?) den preuß. Drill auch auf seine Wehr, und die Flinkheit und Raschheit auch bei den Übungen kam dem Ernstfalle zugute.

1907 brannte die Gelber-Mühle in Kohlen ab.

1916 der große Fabrikbrand, über den ich an s. Orte besonders zu berichten hoffe. Über die Brände 1929 siehe daselbst (S.289). Nachgetragen sei noch, dass mir Nikodemus auf eine diesbezll Anfrage mitteilte, dass er zwar nicht unsere freiw. Wehr gegründet habe, dass er aber damals einige Versammlungen in der Wirtschaft Bechtum und auch die ersten Übungen der Wehr geleitet habe. Der 1. Kommandant (Christian Beckers) Obersteiger unter Gail, dem Besitzer der Grube Ludwigs Zuversicht, bis zum Verkauf der Grube in 1909 an die Fabrik, dann von dem neuen Herrn zum - Portier gemacht, (!) war trotz seiner freien religiösen Anschauungen als edler Mensch bei seinen Bergleuten sowohl als auch den übr. Bewohnern des Dorfes hoch geachtet und verehrt; er starb 1910, und der Schönb. Pfr. Brandenburger, (jetzt Dekan in Dillenburg) hielt ihm eine schöne Leichenpredigt über den Text: "Sei getreu bis in den Tod ec.

Die Tochter Chr. Beckers heiratete den ersten Schlicht in Breitsch. Das Wohnhaus am schwarzen Weg hat Becker noch gebaut und den östl. Teil mit s. Sohn bewohnt, als er als - Portier zur Fabrik hinüberpilgerte. "Steiger Beckers" hatten das Wohnhaus der Grube am Wlde bewohnt.

gl

seite-260 - seite-264

 

zu den Seiten: Übersicht
I II III IV 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47a 47b 47c 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191a 191b 192a 192b 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 206 207 208 209 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 264 265 266 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 359 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 423 424 425 430
Inhaltsverzeichnis

zurück zur Chronik

 

home | blog alt-breitscheid
hausnamen || liste | karte | ansichten | flurnamen | familien |
geschichte || Geschichtstafel | chronik | karte | kriege | friedenszeit | ereignisse |
schulen || kirchweg | lick | neue schule | klassenfotos |
kirchen || evangel. | konfirmandenfotos | freie evangel. | katholische | pfarrer | kirchgeschichte | feg-entstehung | posaunen | kirchhof |
arbeit || rathaus | landwirtsch. | töpferei | haus | ton-ind. | post | a-dienst | bahn | verkehr | stein | wald | wirtschaften | arzt |
fritz philippi || fortsetzungsgeschichte | buch | über ihn | gedichte |
freie-zeit || vereine | feste | gedichte | spazieren | sport | feuerwehr | musik | hochzeiten
kinder || vor der schulzeit |
 
höhle >
kontakt
anfahrt >
gästebuch >
site map
impressum

powered by FreeFind

Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

Diese Seite "Alt-Breitscheid" wird von diesem Blog begleitet: http://altbreitscheid.wordpress.com/

Copyright 2008-10 G.Lingenberg.