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geschichtsübersicht
Die Ortschronik von Reinhard Kuhlmann - Seite 300

1933

Turnverein, Sportverein, Sanitäter, dann kleine Kinder und noch "viel Volks", das ganze Dorf war eben auf den Beinen, von den ältesten Leuten bis zu den Kleinsten herab. Aßmannshannese Berta, 84 Jahre alt, ging noch mit bis oben hin. Dapperts Ernst (.. Jahre) an der Hand seiner Mutter, und noch manchen Pausbackigen seines Alters sehe ich mitschreiten, unvergeßlich werden ihnen diese Eindrücke sein. Einen solchen Zug hat Breitscheid wirklich noch nicht gesehen; wie ich höre, soll er den ganzen Hüttenweg bis zur Hitler-Eiche ausgefüllt haben. Was stellt unser Dorf doch dar, wenn sich seine Bewohner in der tragenden Kraft eines großen Gedankens einmal verbunden fühlen und einig sind! Leider war es dem Chronisten nicht vergönnt, an der Feier bei der Eiche teilzunehmen, aber im Geiste war er doch mit dabei.

Es war ein glücklicher Gedanke (angeregt durch den SA-Mann O. Bechtum, dem Bruder unseres Bürgermeisters), unser heutiges großes Erleben, verknüpft mit der einzig dastehenden Kampfnatur Hitlers, durch das Pflanzen einer Eiche im Gedächtnis der Nachwelt lebendig zu erhalten. Die Eiche ist so recht ein Sinnbild des Deutschen Volkes. Sie bedarf eines guten, festen Bodens und eines freien Platzes an der Sonne. In lockerem Boden fällt sie und kann nicht bestehen. So auch das deutsche Volk: es muß wurzeln in gediegenem festen Grund, den ihm das eigne Volkstum und die Verbundenheit mit dem Ewigen und Unendlichen bietet.

Da liegen die Werte, die ihm die Kraft zum Dasein geben. Wir haben es nach dem Kriege erlebt, eine Freiheit, die zur Lockerung dieses Bodens führt, stellt das Bestehen unseres Volkes in Frage und führt abwärts. Und den Platz an der Sonne? Die Eiche hat ihn nicht unbestritten. Stürme kommen und wollen sie entwurzeln und wegfegen. Aber sie hält fest an ihrem Boden, und je mehr die Stürme toben, desto tiefer schlägt sie ihre Wurzeln. Gerade weil sie ein Baum von außergewöhnlicher Größe und Kraft werden will, gründet sie sich tief. Der Kampf ist notwendig für sie: in den Stürmen erstarkt sie, indem ihre Kraft geübt wird. So ist es auch mit dem deutschen Volke. den Platz an der Sonne, seine Weltgeltung will man ihm streitig machen, sturmumtost ist seine Lage in der Mitte Europas. Es wird geschüttelt und gerüttelt wie der Eichbaum. Aber es besteht die Kämpfe und seine Kraft erstarkt daran, wenn es nur sich selbst treu bleibt: an den reichen Wesensschätzen seines Volkstums festhält und in sittlich-religiösem Lebensgrunde verankert bleibt. Adolf Hitler hat unsererm Volke diese Ziele wieder gesteckt und will es ihnen entgegenführen. -

Nun einiges von der Feier bei der Eiche, soweit ich selbst darüber unterrichtet bin. Posaunenchor: "Auf ihr Brüder"! Nach einem Liede des kirchl. Männerchors sang der Verein Germania das Lied: "Auf die Höhen möcht ich steigen" mit dem Kehrreim "Wie schön bist du mein Vaterland!" E. Hisge von der NSDAP hielt nun eine einleitende Ansprache. Die Weiherede unseres Pfarrers enthielt folgende Leitgedanken: (über Ps. 46, 2) "Gott ist unsere Zuversicht u. Stärke, eine Hülfe in den großen Nöten, die uns betroffen haben!" Der Feiertag der nationalen Arbeit weist uns hin auf die Grundlagen der deutschen Zukunft, die eine ist unser Volkstum, zu dem wir uns heute freudig u. dankbar bekennen. So wie die Eiche, das Sinnbild der Kraft, sich mit allen Fasern anklammert an

übersetzt i.A. Robert Petry

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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