blog  Kontakt  Hilfe  Impressum  Download
www.ge-li.de/blog/
 
www.alt-breitscheid.de/blog/  


Verkehr
Transport
Bahn
Balkan
Ton-Industrie
aus Ortschronik
Fuhrwerk
Vielseitiges
Verschiedene
bergab
Heutransport
Drahtseilbahn
Motorrad
Flugzeuge
Autos
Muehlenauto
Oldtimer
Opel
Unfall
Pferde
Kutsche
Wege
Dorfstrassen
Strassenbau
Der Kirchweg
Speditionen
Firma Kubo
Die Post
Fahrrad
Fahrrad
Holzfahrten-1730
Auswanderung
Wandern
Spaziergang
Skilaufen
Tonind.-Verkehr

Der Straßenbau


vor dem 2.Weltkrieg


auf der Schönbacher Straße ?

Aus der Ortschronik

Von 1562 ab wurde auch dem Wegebau größere Sorgfalt gewidmet. Mit der Beschaffenheit der Verkehrswege soll es früher oft traurig bestellt gewesen sein. Sie waren doch noch nicht gestückt, wenigstens die Vizinalwege noch nicht. Auch hier sei des Zusammenhangs wegen aus der weiteren Entwicklung des Wichtigste vorweg genommen. Von den großen Landstraßen wurde um 1744 diejenige von Herborn nach Dillenburg gebaut. (Seite 84 Ortschronik)

Die durch die Kalteiche von 1777-1780, die Leipziger Straße (Rother Chaussee) wurde von 1750-1760, um 1792 und dann unter Napoleon chausseemäßig ausgebaut. Unsere Feld- und Waldwege sind erst in der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts (des 19. ) zum erstenmal gestückt worden. Unser heutiges Geschlecht genießt die Wohltat guter Wege fast überall. Das Wort Goethes: "Weh dir, daß du ein Enkel bist!" ist darum nur in einseitigem Betracht wahr! Das neuzeitliche Verfahren beim Wegebau setzte um die letzte Jahrhundertwende ein, als um 1896 die Dampfwalze zum erstenmale auf unseren Wegen erschien. "Frerje (Friedriche) Kortrinlies," meine Großtante, staunte nicht wenig bei ihrem ersten Anblick, hielt die Hand übers Auge und sagte: "Ach du, ach du, do sei jo gor ka' Gäul vir!" Das Auto gabs damals noch nicht. Wie würde sie heute staunen! (Seite 85)

Nachtragen will ich, daß der neue Hüttenweg, der noch nicht auf der Karte eingezeichnet ist, in den 1830 er oder 1840 er Jahren der mündlichen Überlieferung nach angelegt worden sein muß. Die alten Leute, die es erlebten, erzählten, dass er von Seelbachern gestückt worden sei, da die Breitschei= der im Wegebau nicht erfahren gewesen seien. (Seite 172)

Manche Mauer ist verschwunden, ihr Bestand füllte beim Wegebau die hohlen Wege auf, aber der Name der Mauer kündet noch heute von ihrem einstigen Dasein. (Seite 174)

Zur Fortsetzung der Melioration wurde dann in 1925/26 der Teil der Weide verbessert, welcher rechts des Fahrweges nach Rabenscheid liegt, und zwar wurde damit an der Gemarkungsgrenze begonnen und ein etwa 10 ha großer Teil der Weide fertiggestellt. Hier galt es besonders große Mengen von Basaltsteinblöcken zu entfernen, welche zum Teil an die längs der Rabenscheider Grenze angelegte Schutzhecke geschafft wurden und auch bereits zu einem großen Teil für Wegebauzwecke abgefahren worden sind. (seite 322)

Wegebau und Kanalisation.

Unser Bürgermeister Paul Thielmann hat sich trotz aller Armut in der Gemeinde energisch für die Verbesserung und Instandsetzung der Straßen und für den Ausbau der Kanalisation eingesetzt. Es wurden folgende Arbeiten ausgeführt:

  • 1944 Bau der Siedlungsstraße (Erneuerung der Straßendecke)
  • 1941/42 wurde die Kanalisation in der Siedlung durchgeführt. Die Leitung beginnt um den Schönbacher Weg zu entlasten, am Schönbacher Weg und führt diagonal durch das Grundstück des Siedlers Otto Georg und verläuft dann längs der Siedlerstraße zum Erdbach. Verlegt wurden 40er Zementrohre. Im gleichen Jahr wurde dort die Wasserleitung verlegt.
  • 1942 Kanalisation des Schönbacher Weges unterer Teil, 40 m Rohre, Seitenstraßen 30 m Rohre.
  • 1949 Kanalisation des Langenaubacher Weges
  • 1948/49 Beseitigung der Scheune Paulus und Erstellung einer neune Scheune außerhalb der Straßenflucht. (Älberte Scheune altes Verkehrshindernis). Gleichzeitig wurde die Straße dortselbst (Barscheck) kanalisiert, verbreitert und instand gesetzt.
  • 1948 Ausbau des Weges längs des neuen Friedhofs und westlich des Tiergartens. Die Fortsetzung dieses Weges nördlich des Tiergartens bis zum Langenaubacher Weg ist 1949 prozektiert worden. In 1955 ausgeführt.
  • 1949 Straßenverbesserung oberhalb der Kirche am Anschlussgleis der Westerwälder Tonindustrie.
  • 1950 Straßenverbesserung und -verbreiterung am Gusternhainer Weg und Friedrichstraße.
  • 1951 Oberflächenbehandlung der Haupt- und Schönbacher Straße vom Gasthaus Zeiler bis Dorfausgang nach Schönbach. Gleichzeitig erhielt die Langenaubacher Straße bis oberhalb des Bahngleises eine Teerdecke und beidseitige Bürgersteige.
  • 1952 Der Erdbacher Weg wird bis zur Gemarkungsgrenze beschottert, gleichfalls erhält er innerhalb der Ortslage eine Teerdecke. Der Schulweg erhält Teerdecke.
  • 1953 Der Erdbacher Weg erhält beiderseitige Bürgersteige. Der Siedlungsweg erhält Bürgersteige, gleichzeitig wird der Siedlungsweg und der Schulweg beiderseitig mit Rotdornbäumchen bepflanzt. (Im Frühjahr 1953).
  • Im selben Jahre wurden die Rotdornbäumchen auf dem alten und neuen Friedhof gepflanzt.
  • 1953 Die Hohe Straße zwischen Langenaubacher Straße und Bahnhofstraße wurde von Haus Thenert bis Ende ausgebaut. Die Arbeiten wurden in eigener Regie ausgeführt. Die Straße erhielt eine Fahrbahnbreite von 6 Meter mit beiderseitigen 1 Meter Bürgersteigen. Bergseitig wurde eine Kanalisation Durchmesser 30 verlegt. Die alte und der neue Teil der Straße erhielten nach Fertigstellung des neuen Teiles eine Teerdecke. Als Straßenbäume wurden im gleichen Jahre Akazien gepflanzt.
(Seite 262/263 2.Band Ortschronik)

 

 

zurück zum Straßenbau      o zurück zur Liste


home | blog alt-breitscheid
hausnamen || liste | karte | ansichten | flurnamen | familien |
geschichte || Geschichtstafel | chronik | karte | kriege | Höhlen | friedenszeit | ereignisse |
schulen || kirchweg | lick | neue schule | klassenfotos |
kirchen || evangel. | konfirmandenfotos | freie evangel. | katholische | pfarrer | kirchgeschichte | feg-entstehung | posaunen | kirchhof |
arbeit || rathaus | landwirtsch. | töpferei | haus | ton-ind. | post | a-dienst | bahn | verkehr | stein | wald | wirtschaften | arzt |
fritz philippi || fortsetzungsgeschichte | buch | über ihn | gedichte |
freie-zeit || vereine | feste | gedichte | spazieren | sport | feuerwehr | musik | hochzeiten | unbekannte Bilder
kinder || vor der schulzeit |

Hinweise zur Benutzung

höhle >
kontakt
anfahrt >
site map
download
impressum

Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

Diese Seite "Alt-Breitscheid" wird von diesem Blog begleitet: http://altbreitscheid.wordpress.com/

Copyright 2008-14 G.Lingenberg.