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Die Streitigkeiten um die Aspenstrut ( 1499 ff )

So lautet die Überschrift der Seite 37-38 in der Gem. Chronik Br., welche als letzte abgeschrieben wurde. Diese ist aber so geschrieben, dass sie nicht gut lesbar ist und der Chronist verweist auf die Seite 61- 64.

Aspenstrut und kein Ende, Überschrift der Seite 61 bis 64

Vorbemerkung: Von weiteren Akten über die Streitigkeiten um die Aspenstrut erhielt ich erst Kenntnis, als ich die früheren Kapitel zu dieser Sache schon geschrieben hatte; ich hätte sonst das Ganze mehr der Zeitfolge nach ordnen können. Daß durch Aufnahme weiteren Stoffes über diese Angelegenheit derselben eine übertriebene Würdigung in unserer Chronik zuteil wird, die ihr im Rahmen des Ganzen nicht zukommt, dessen bin ich mir wohlbewusst. Doch es handelt sich ja um eine große Zeit: Das Zeitalter der Reformation! Luther lebte noch! Wie gerne hören wir auch weiteres darüber, was damals in der engeren Heimat vorging, u. wie die Händel der Bauersleute von den beiderseitigen Regierungen geschlichtet wurden! Ich glaube auch der erste gewesen zu sein, der diese Akten durchforscht hat u. mit ihrer Auswertung hoffe ich auch auswärtigen Geschichtsfreunden, welche über das Verhältnis der Grenzdörfer in damaliger Zeit zueinander, ein Bild gewinnen wollen, einen Dienst zu erweisen.

Nun wieder zur Sache selbst! Motto nach wie vor: Alles was dein ist, das ist mein! Denn die Mißgunst u. Selbstsucht ist ja der Grund fast aller dieser Streitigkeiten. Diese neuen Akten*) bringen ein wenig mehr Licht über die Grenzverhältnisse, in der ält.Zeit, aber volle Klarheit ist auch nicht aus ihnen zu gewinnen über die Anfänge u. Ursachen der Streitigk. Mit der nötig.Vorsicht will ich die Sache ein wenig zu klären suchen.

Von alters her war es üblich zwischen den Gemeinden sich über ihre Grenzen, die ja gar nicht wie heute festlagen, friedlich zu einigen bei den sog. Gängen, Grenz begängen. So war beispielsweise 1430 ein solcher Gang zwisch. Breitsch. u. Rab., wobei die ältesten Leu= te aus den Dörfern nach ihrem besten Wissen über die seither beobachtete Grenzlinie aus= sagten. Die vereinbarten Grenzen wurden schriftlich festgelegt nach Wasserläufen, Wald= (ungen); die Urkde darüb. nannte man ein "Instrument". Hatte nun eine Gemeinde bei einem solch. Gang günstig abgeschnitten, so suchte sie begreiflicherweise dabei zu blei= ben, währ. die andere Gemeinde auf eine Änderung bedacht war. In 1461 scheint ein öff. Gang u. danach folgr. Vertragsabschluß (sog. Abschied) zwi. Breitsch. u. Erdb. einerseits u. Gust. andererseits, also zwi. Nassau u. Katzenelenbogen stattgef. zu haben, denn in einem "Vszugk" (Auszug) der Aspenstrut", ohne datum, aber wahrsch. aus dem 2. Viertel des 16.Jhrh., heißt es : "Das geholtz vff der Aspenstrut ist sonder mittel ghen Breitschyt vnd Erbach als Ir eigen gehorig, vß dem abscheit a a 61."- Einigermaßen befriedig. Grenzverhältn. an der Gust. Seite scheinen für Br. in den Regierungszeiten der Hess. Landgrafen Heinrich u. Wilh. bestanden zu haben; denn nach einem Protokoll über eine Zeugenvernehmung (ohne Datum) "melden die von breytscheyt (sie) by alten herkomen zu lais = hen, wie sie by lantgräuff heynrichen vnd wilhelmen gewest sient pp" (Landgr. Hrch. starb 1483, u. Ldgr. Wilh. starb 1500. Im Jahre 1482 heir. Graf Johann von Dill. Elisabeth, die Enkelin des letzten Grafen von Katz., die Tochter des Hess. Ldgr. Heinrich. Von dieser heir.leiteten er u. seine Söhne nachher die Erbansprüche auf Hess.-Katz. Gebiete ab, darunter auch mit das Amt Driedorf. Nach dem eben angeführten Protokoll bekundet

* Staatsarchiv Wbn. H 797, G 455, G 517/18, des Alt.Dill. Archivs.

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