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Kriegsschäden und Kriegsverluste

Durch den in Breitscheid gelegenen Flugplatz, bei dem es sich zwar um einen E.-Hafen handelte, der aber zeitweise, insbesondere gegen Kriegsende, belegt war, war das Werk besonders für Fliegerangriffe gefährdet. Unser Werk erhielt folgende Fliegerschäden:

  • a) Am 4.2.1945 durch Bombenabwurf in unmittelbarer Nähe unserer Werkswohnungen, Haus Nr. 82 (Wohnung Krumm) und Haus Nr. 82 a (Wohnung Hisge). Beide Häuser erhielten Beschädigungen insbesondere an den Dächern. Ferner wurden der Arbeiterspeisesaal und das Hauptgebäude der Schamottefabrik beschädigt.
  • b) Am Samstag, dem 3.3.1945, um 0,50 Uhr durch Tieffliegerangriffe
  • auf unsere Schamottefabrik durch dreimaliges Anfliegen und Beschießung mit Explosivgeschossen und mit MG-Geschossen. Festgestellt wurden nahezu 300 Einschüsse u.a. in die Dächer und Längsfront der Fabrik, in den Fabrikschornstein, in das Wohn- und Verwaltungsgebäude und in das Garagengebäude.
  • e) Am Montag, dem 5.3.1945, 12,50 Uhr durch Bombenangriff auf unsere Schamottefabrik und Abwurf von vier 250 kg Bomben. Zwei Bomben hiervon explodierten in unmittelbarer Nähe der Tongrube II unweit des Transformatorenhauses, während zwei andere Bomben in das Kriegsgefangenenlager hart am Hauptgebäude der Schamottefabrik einschlugen, jedoch nicht zur Detonation kamen. Beschädigt wurden die Dächer verschiedener Lagerschuppen, die Zuleitung zur Hochspannungsleitung, von der sämtliche 6 Drähte durchschlagen wurden, Beschädigung von Dächern und Zertrümmerung von Fensterscheiben an der Südseite der Fabrik und an unserem Verwaltungegebäude.
  • d) Sonntag, den 11.3.1945, 12 Uhr. Es erfolgte ein schwerer Bombenangriff auf den Ostteil das Dorfes Breitscheid, bei dem rund 300 Bomben schweren und schwersten Kalibers fielen und erhebliche Zerstörungen im Dorfe anrichteten. Weitere gleich schwere Angriffe erfolgten fast gleichzeitig auf den Flugplatz Breitscheid und das benachbarte Dorf Gusternhain. Die hierbei verursachten Schäden waren zum Teil recht schwer; insbesondere von Gusternhain wurde ein erheblicher Teil des Dorfes vollständig vernichtet.
  • Das Werk erhielt nur Schäden durch Zertrümmerung von Fensterscheiben. Insbesondere gingen an dem Wohn- und Verwaltungsgebäude sämtliche noch vorhandenen Fensterscheiben zu Bruch.

Die Gesamtkriegsschäden, die das Werk erlitten hat, belaufen sich auf ca. RM 8.000,00.

aus: Schrift zum 50jähr. Jubiläum

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