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Vom sterbenden Handswerk
Das Ende der Häfnerei in Breitscheid (3)

nersippen und vieles andere.
Wünschenswert wäre auch, dass die letzte Häfnerwerkstatt mit Brennofen und allen Einrichtungen erhalten bliebe. Es wird jetzt noch möglich sein, auch die Arbeitsgeräte aus der Zeit vor der (teilweisen) Mechanisierung sicherzustellen. Mit den noch vorhandenen älteren und neueren Häfnerei-Erzeugnissen zusammen ließe sich in Breitscheid sicher ein kleines Museum (vielleicht im "Bäuche, wenn es die Gemeinde erwerben würde) einrichten. Ob Heimatfreunde und Gemeindeverwaltung mit Unterstützung aller Breitscheider, die äußere und innere Beziehungen zum Häfnerhandwerk haben, das nicht zustande bringen werden?
Altes Volksgut zu erhalten, ist nicht die unwichtigste Aufgabe unserer Zeit !

Nachwort

Mit Absicht wurden in dem vorstehenden Beitrag die Bezeichnung Häfner und Häfnerei gebraucht, weil in der Mundart bis heute und im Schriftverkehr bis um die Jahrhundertwende die Bezeichnung Töpfer und Töpferei nicht üblich waren. Nur für die Erzeugnisse der Häfnerei galt immer die Bezeichnung "Debbe"; von daher haben auch die Breitscheider ihren Spitznamen "Bradscheder Debbcher" erhalten.

Soweit Ernst Henn mit seinem Original-Beitrag aus dem Jahre 1964. In der Zwischenzeit - immerhin liegen dreißig Jahre zwischen der ersten und jetzigen Veröffentlichung - ist vieles geschehen. Ernst Henn hat seine eigene Anregung aus diesem Artikel später aufgegriffen und über das Häfnerhandwerk in Breitscheid ein kleines Büchlein geschrieben. Seine Schrift "260 Jahre Häfnerhandwerk in Breitscheid" wurde im Jahr 1976 von der Gemeindeverwaltung drucken lassen und herausgegeben.

Die von Ernst Henn geäußerte Idee, dem Häfnerhandwerk in Breitscheid durch die Einrichtung eines kleinen Museums ein bleibendes Denkmal zu setzten, verwirklichte zunächst der Maurermeister und Bauunternehmer Franz Martin Thielmann. Durch Ankauf und Ausstattung des "Bäuchen" in Breitscheid, aber auch durch die hobby-mäßige Ausübung des alten Häfnerberufes, konnte er viele Einheimische -und auch interessierte Fremde-mit diesem Handwerk vertraut machen. Später waren im "Bäuchen" auch Erzeugnisse des Häfner-Handwerks zu erwerben. Ein Raum im Gebäude diente gelegentlich dazu, die Landfrauen -und andere Gäste- zu bewirten. Selbst der Hessische Rundfunk drehte im "Bäuchen" Aufnahmen zu der Serie "Hessen a-la carte" und brachte die Darstellung der Breitscheider Häfnerkunst später im Fernsehen ("Bradscheder Ajerkäs").

Leider ist nach dem Tode von Franz Thielmann die Idee der Verwirklichung eines Häfner-Museums nicht weiter verfolgt worden und als dann vor wenigen Jahren das "Bäuche" sowie die darin befindliche Sammlung nicht in Gemeindebesitz überging und verkaufte wurde, war wohl die letzte Chance vertan, diesem uralten Handwerk, welches in unserem Dorf eine wichtige und viele Familien ernährende Rolle gespielt hat, in Breitscheid ein bleibendes Denkmal zu setzen.
Lediglich ein Bild am Giebel des "Bäuchen" mit dem töpfernden Franz Thielmann erinnert äußerlich noch an ein Handwerk, welches seit 32 Jahren in Breitscheid ausgestorben ist.

Bearbeitet von Manfred Thielmann,Breitscheid- Erdbach

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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