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Die Geschichte der Herborner Häfner und ihre Verbindungen nach Breitscheid. Erdbach und Gusternhain

Die Geschichte des Häfnerhandwerks in Herborn ist nur wenig erforscht. Um einige Hinweise und Anhaltspunkte zu geben, sollen in den folgenden Ausführungen die bis jetzt bekannten Jahreszahlen, Personennamen und Ereignisse mitgeteilt werden. Sie erstrecken sich auf die Zeit vor und während des Bestehens der Häfnerzunft, die 1712 gegründet wurde und im Jahr 1819 endete.

1620: Nach Eugen Huth (Herborn, Mark und Stadt, 1951) wird die Häfnerei um diese Zeit zum ersten Mal erwähnt. Wahrscheinlich ist das Handwerk aber in dem Jahrhundert der Kriege, Brände und Seuchen wieder auf längere Zeit eingegangen, wie aus der folgenden Nachricht geschlossen werden kann.

1677/78: Nach Walter Baumann (Mitteilungsblatt des Herborner Geschichtsvereins 1973, Nr. 1) beantragte der Gießener Bürger und Häfner Georg Peter Ritter die Genehmigung auf Zuzug und Handwerkseröffnung in Herborn. Da er angibt, hier geeignete Erde (= Häfnerton ) gefunden zu haben, aus der man Töpfe brennen könnte, muss es sich um einen Neubeginn gehandelt haben.

1686: Georg Peter Ritter starb 1686, und im selben Jahr heiratet seine Tochter den Häfner Johann Friedrich Lich aus Gießen. Vermutlich war dieser, der nun Nachfolger seines Schwiegervaters wurde, bis dahin Geselle in der Häfnerei Ritter. 1690 ist Lich als Bürger und Häfner in Herborn genannt.

Um die Wende zum 18. Jahrhundert muss es weiteren Zuzug von Häfnern nach Herborn gegeben haben; auch die Ausbreitung des Handwerks auf die Landgemeinden Erdbach und Breitscheid (1705 und 1711 erste Erwähnung im Kirchenbuch) fällt in diese Zeit.

1712: Den etwa zehn Stadt- und Landmeistern wird eine Zunft genehmigt; und von dem Landesherrn ein Zunftbrief ausgestellt.

1725: Nach dem Tod des Fürsten Wilhelm im Jahr 1724 wird die Zunftordnung erneuert und auf die Pfeifenbäcker ausgedehnt. Im Text ist als Gültigkeitsbereich genannt: "...Häfner, Tabackspfeiffenmacher und Unterthanen in Unserem Fürstenthum und Landt..." Die späteren Häfner im Amt Driedorf und die Pfeifenmacher in Allendorf waren jedoch nicht in der Zunft.

1726: Eine Herborner Amtsrechnung vermerkt die Lieferung von 1000 Dachziegeln an den Rat der Stadt. Notiz: "...wegen unseres Kurbriefes und Überlauf der Zunft" (= Zunftbrieferneuerung). Im gleichen Jahr wurden die Häfner und Pfeifenmacher mit vier Gulden Strafe belegt, weil sie vor dem Tore Holz gekauft hatten. Vermutlich hätte der Kauf innerhalb der Stadt, etwa auf dem Markt, geschehen müssen. Im Jahre 1726 waren Zunftmeister: Julius Wilhelm Reß und Antonius Lich aus Herborn, letzterer wohl ein Sohn des o.g. Johann Friedrich Lich.

1733: Bei einer Brennholz-Anforderung der Zünfte sind als Häfner vertreten: Antonius Lich, Philipp Sauer, Henrich Reß und Johannes Reß (letztere wahrscheinlich Söhne des 1726 erwähnten Julius Reß).

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Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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