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Der Überfall auf den Postwagen bei Kölschhausen 1765 (3)

In der letzten Ausgabe der "Breitscheider Nachrichten" habe ich den Bericht von Ernst Henn über das Geschehen um den Überfall auf den Postwagen bei Kölschhausen wieder veröffentlicht und eine Fortsetzung versprochen. Denn neben Ernst Henn haben weitere Autoren über dieses außergewöhnliche Ereignis berichtet. Deswegen möchte ich heute die Berichterstattung fortsetzen. Aus einer anderen Quelle ("Heimat an Lahn und Dill", einer Beilage des "Herborner Tageblattes" vom November 1978) erfahren wir aus der Feder von August Welker weiteres und genauere Einzelheiten über die Untat in der Hörre. Aus einem früheren Bericht in der "Sonntagszeitung des Wetzlarer Anzeigers" >Lieb Heimatland< vom 23.10.1937 sind die Namen der jeweiligen Betroffenen bekannt. Der Vollständigkeit halber füge ich diese in Klammern der Schilderung des Geschehens durch August Welker zu.
Er schreibt:

Postraub in einer Novembernacht

Die Räuber grausam hingerichtet, das Raubgut nie entdeckt

Der Überfall in der "Hörr"

So wurde in der stockfinsteren Nacht zum 14. November 1765 der von Frankfurt kommende kurpfälzische Postwagen zwischen dem solms-braunfelsischen Kölschhausen und dem nassau-dillenburgischen Sinn überfallen und beraubt. In der "Hörr", einer einsamen, zerklüfteten Flur, umringten plötzlich vermummte Männer den mit einer Laterne neben seinen Pferden einhergehenden Postillon, machten ihn unschädlich und schossen mit einer Flinte in den Wagen. Die dadurch scheu gewordenen Pferde gingen mit dem Wagen durch, konnten aber schließlich zum Stehen gebracht werden.

Im Wagen befand sich als einziger Passagier der jüdische Kaufmann Abraham J. aus Herborn (Quelle 1937: Zwei Passagiere, der Handelsmann Liebmann aus Herborn und der Kaufmann Zwickwolf aus Iserlohn).Auf ihn gerade (Liebmann) hatten es die Räuber abgesehen. Er betrieb den einträglichen Beruf eines Geldmaklers und besorgte für die Dillenburger Regierung in Frankfurt das Umschlagen verrufener Geldsorten. So machten die Räuber reichlich Beute. Allein in seiner Geldkatze trug er ein kleines Vermögen (40 Carolinen) und in seinem Gepäck fanden die Gangster ein Kistchen, das noch unvergleichlich viel mehr Geld und Gold enthielt. Der überfallene führte auch eine größere Kiste mit, die einem Amsterdamer Kaufmann gehörte und Uhren, Schmucksachen und Bestecke im Wert von etwa 25.000 Gulden barg (l Gulden = 1,70 Mark).

Der Anstifter: Ein Hochschullehrer

Zunächst fehlte jede Spur von den Tätern. Eine ausgesetzte Belohnung von 100 Dukaten (l Dukate war seit 1559 eine deutsche Reichsgoldmünze mit 3,49 Gramm Goldgehalt) brachte jedoch die aus der Umgegend stammenden Räuber bald in das "Stockhaus" (Verlies) des Schlosses zu Dil-

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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